Gewässersystem Kuppengraben - Regenrückhaltebecken am Kruppsee
Auftraggeber: | Wirtschaftsbetriebe Duisburg |
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Leistungsphasen: | 1 - 9 |
Tragwerksplanung: | 1 - 6 |
Technische Ausrüstung: | 1 - 9 |
Einzugsgebiet: | 85 ha |
Zulaufkanäle: | DN 1500 - DN 2000 |
Beckenvolumen: | 16.500 m³ |
Zeitraum: | 2003 - 2005 |
Baukosten: | 6,75 Mio. |
Der Kuppengraben in Duisburg – Rheinhausen ist ein Gewässer, das von zahlreichen Einleitungen aus dem Regenwassernetz belastet wird. Die Vorflut zum naheliegenden Rhein wird zudem bei Rheinhochwasser durch ein Schöpfwerk begrenzt.
In der Vergangenheit kam es aufgrund der Einleitungen in Verbindung mit Rheinhochwasser häufiger zu Überflutungen im Einzugsgebiet. Ein weiterer Grund ist in dem leistungsschwachen Vorfluter zu finden.
Im Rahmen einer Voruntersuchung wurde ermittelt, dass die Drosselung der Einleitungsmengen aus dem Einzugsgebiet der Einleitungsstelle "Am Gleisbusch" eine Maßnahme zum Hochwasserschutz darstellt. Die Einleitung in den Kuppengraben soll auf 100 l/s gedrosselt werden. Größere Wassermengen werden an einem Trennbauwerk unmittelbar in ein geplantes RRB im Bereich des naheliegenden Kruppsees geführt. Zusätzlich wird auch das Wasser des Kuppengrabens bei seltenen Jährlichkeiten oder bei Rückstau vom Unterwasser in das RRB geleitet. Das erforderliche Beckenvolumen beträgt für die geforderte 100-Jährlichkeit 16.500 m³.
Das Becken soll auf der Parkplatzfläche des Freibades "Kruppsee" als unterirdisches Betonbecken (L rd. 80 m,
B rd. 40 m) erstellt werden. Um das erforderliche Volumen zur Verfügung zu stellen, ist eine Baugrubentiefe von ca. 10 m erforderlich.
Durch die unmittelbare Nachbarschaft des Kruppsees ist auf dem Gelände ein Grundwasserspiegel von ca. 3-4 m unter Gelände zu erwarten.
Bei der Umsetzung der Maßnahme sind damit die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:
- Hoher Grundwasserstand beim Bau (Wasserdichter Verbau, Erstellung der Sohle mit Unterwasserbeton) und Betrieb (Wasserdichtheit)
- Auftriebssicherheit durch Lastanker und Auflast
- Statische Optimierung des Betonbeckens
- Vorpressung der Zulaufkanäle
- Schutz des Beckens durch Einbau eines Zulaufrechens
- Beckenentleerung mit einer Pumpstation
- Reinigungseinrichtungen
Im Rahmen der Planung wird interdisziplinär zwischen wasserwirtschaftlichen Erfordernissen, statischer Berechnung und technischer Ausrüstung eine Optimierung der Beckenanlage vorgenommen.
Die zeitgleiche Planung und der auch zeitgleich vorgesehene Bau einer unmittelbar benachbarten Landstraße erfordert zudem ein enge Verzahnung auch dieser Maßnahmen. Hierzu ist eine begleitende Projektsteuerung und eine Sicherheits- und Gesundheitskoordinierung erforderlich, die ebenfalls durch unser Haus erbracht wird.

