Gewässerausbau

Seseke – Hochwasserrückhaltebecken Bönen und Ökologische Verbesserung von km 17,4 bis km 19,4

Auftraggeber:

Lippeverband

Leistungen:

Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph. 1 - 7
Tragwerksplanung Lph. 1 - 6
Technische Ausrüstung Lph. 1 - 7

Projektdaten:

Einzugsgebietsgröße: 320 km²
Umzugestaltende Gewässerstrecke: 2 km
Speicherinhalt: 340.000 m³

Baukosten:

6,5 Mio. €

Leistungszeitraum Planung:

1998-2007


Die Seseke ist Vorfluter für ein ca. 320 km² großes Einzugsgebiet. Sie entspringt nahe der Ortschaft Hemmerde (Kreis Unna) und mündet nach 31,6 km Fließweg bei Lünen in die Lippe (km 87,12).

Im Rahmen der Planungen zur Ökologischen Umgestaltung der Seseke wurde deutlich, dass zur Reduzierung der Wasserstände bei HQ10 sowie zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in der unterhalb gelegenen Ortslage Kamen ein Rückhalteraum erforderlich wird. Dieser ist im Bereich der Seseke zwischen km 17,4 und km 19,4 oberhalb der Bahnlinie Hamm-Unna mit rd. 340.000 m³ geplant.

Die Seseke liegt in diesem Abschnitt bergbaubedingt höher als das umliegende Gelände und ist auf der gesamten Strecke eingedeicht. Im Bereich des HRB in Bönen ist geplant, in Teilbereichen die rechtsseitigen Deiche der Seseke zu entfernen sowie die linksseitigen Deiche weiter nach Süden zu verlegen, um Retentionsvolumen zu schaffen. Durch Erdandeckungen des Geländes im Beckenbereich wird der Abfluss zur Seseke im freien Gefälle gewährleistet.
In einem dazwischen liegenden Bereich verbleiben die vorhandenen Deiche der Seseke in ihrer jetzigen Form, nur der Sohlbereich wird umgestaltet. In Teilbereichen wird der luftseitige Deichfuß angedeckt.

Bei der Planung des Drossel- und Entlastungsbauwerkes wurde besonderes Augenmerk auf die Durchgängigkeit des Bauwerkes gelegt. Aus diesem Grund gibt es zwei getrennte Bauwerkskammern. In der südlichen Bauwerkskammer ist ein ökologisch durchgängiges Mittelwassergerinne mit durchgängigem Sohlsubstrat und nur geringfügiger Verschattung geplant. Bei höheren Abflüssen wird dieses durch ein Absperrschütz gesperrt und die höheren Abflüsse fließen durch die nördliche Bauwerkskammer, welche als Regelabflussgerinne in Beton gestaltet ist und zusätzlich den Entlastungsabfluss des unterhalb liegenden Entlastungsbauwerkes SKU Randsammler Ost aufnimmt.

Die neu zu errichtenden Deiche weisen eine Höhe von ca. 5–6 m auf. Zur landschaftsgerechten Einpassung wird der Damm deutlich flacher ausgebildet als erdstatisch erforderlich. Dies ermöglicht die luftseitige Bepflanzung. Die Deiche werden homogen aus dem bindigen Überschussmaterial hergestellt, das im Zuge der ökologischen Verbesserung der Seseke im Landschaftsraum zwischen Kamen und Bönen anfällt.

Die Entwurfsplanung zum Hochwasserrückhaltebecken Bönen wurde bei der zuständigen Genehmigungsbehörde Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Der Planfeststellungsbeschluss zu diesem Projekt liegt seit dem 05.12.2005 vor. Zurzeit wird die Ausführungsplanung durchgeführt, so dass voraussichtlich im Frühjahr 2007 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Ausbaumaßnahmen an der Seseke werden 2010 abgeschlossen.

Dokumente zum Download:

Einzugsgebiet der Seseke mit politischen Grenzen

Einzugsgebiet der Seseke mit politischen Grenzen

Geplante Beckenverteilung HRB Bönen mit Drossel- und Entlastungsbauwerk bei km 17,4

Geplante Beckenverteilung HRB Bönen mit Drossel- und Entlastungsbauwerk bei km 17,4

Prinzipskizze Aufsicht Drossel- und Entlastungsbauwerk

Prinzipskizze Aufsicht Drossel- und Entlastungsbauwerk

Querschnitt des geplanten Deiches

Querschnitt des geplanten Deiches

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