Gewässerausbau

HRB Niederberg

Auftraggeber:

Erftverband

Leistungsphasen:

Ausführungsplanung
Vorbereitung der Vergabe

Zeitraum:

2003

Gesamteinzugsgebietsgröße:

175 km²

Speicherinhalt:

920.000 m³

Kosten:

6,5 Mio.Euro


Der Rotbach ist das größte Nebengewässer der Erft, im Unterlauf passiert er mehrere Ortslagen der Stadt Erftstadt. Zur Begrenzung der Hochwassergefahr plant der Erftverband den Bau des rd. 1 Mio m³ umfassenden Rückhaltebeckens.

Das erforderliche Speichervolumen wird durch den Bau eines Absperrdammes aktiviert. Der Erdkörper überspannt das gesamte, rd. 650 m breite Tal des Rotbaches und weist eine Höhe von 6 m im Taltiefpunkt auf. Zur landschaftsgerechten Einpassung wird der Damm deutlich flacher ausgebildet, als aus erdstatischen Gründen erforderlich wäre. Die "Überdimensionierung" macht es möglich, den luftseitigen Bodenkeil, der den Übergang an das natürliche Gelände herstellt, auch mit Gehölzgruppen zu bepflanzen.

Die Optimierung der Gestaltung des Bodenkörpers wurde durch den Einsatz eines digitalen Geländemodells unterstützt. Die Abbildung zeigt auch, dass in der Mitte des Dammes Geländeaufhöhungen erforderlich sind, damit der hier eingebettete, neu gestaltete Rotbach die Regelabgabe des HRB überflutungsfrei abführen kann. Die seitlichen Ausuferungen und Verzögerungen des weiterführenden Abflusses erfolgen damit ausserhalb des direkten Dammfusses.

Drosselbauwerk und Hochwasserentlastung

Das Drosselbauwerk und die HWE sind in einem gemeinsamen Bauwerk in der Mitte des Dammes zusammengefasst. Die Drosselung erfolgt über zwei parallele Rollschützen. Die überlaufenden Wassermengen werden über eine U-förmige Entlastungsschwelle sicher durch das Dammbauwerk geführt. Die Energieumwandlung der Entlastungswelle erfolgt innerhalb des Betonbauwerkes.

Im Hinblick auf die ökologische Durchgängigkeit werden die Abflussrinnen des Betonbauwerks durchgängig natürlich belichtet. Die Ablagerung des natürlichen Sedimentes wird durch die Ausbildung eines Kolkes am Bauwerksausgang unterstützt. Der Betrieb der Anlage sieht vor, dass eine der beiden Abflussrinnen als ökologische Rinne von erhöhten Abflussmengen in der Regel freigehalten wird, indem ein Schütz bei Q > MQ geschlossen wird.

Dokumente zum Download:

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