Hochwasserschutz Koblenz - Hochwasserpumpwerke
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Auftraggeber: |
Stadt Koblenz / Land Rheinland-Pfalz |
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Leistungen: |
Objektplanung Lph. 2 - 7 |
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Projektdaten: |
geplante Ausbaulänge: 3,8 km |
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Baukosten: |
gesamt: 42.000.000 EUR |
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Leistungszeitraum: |
2006 - 2008 |
Die Stadt Koblenz ist aufgrund ihrer Lage im enggefassten Rheintal und dem seitlichen Moselzufluss von alters her der Hochwasserproblematik ausgesetzt.
Die Verbesserung des HW-Schutzes im urbanen Raum ist demnach weiterhin notwendig und ebenso vielschichtig, weil die Abwehr hoher Staulinien und damit verbundene Erhöhung von Deichen etc. im direkten Zusammenhang mit dem Verhalten des Grundwasserleiters stehen und vor Allem mit den Belangen der Stadtentwässerung bzw. der Kanalisation in Einklang zu bringen sind.
Das Land Rheinland-Pfalz plant die Verbesserung des HW-Schutzes für die linksseitigen Koblenzer Ortsteile Lützel, Neudorf und Wallersheim. Die umfassende Planungsaufgabe wurde an die Ingenieurgemeinschaft Björnsen (BCE) und Fischer (IBF) vergeben, wobei die Aufgaben aufgeteilt wurden nach den
- oberirdischen Belangen: Sicherung des Schutzzieles bei 8,75 m Ko-Pegel,
- unterirdischen Belangen: Auswirkungen auf die Kanalisation, Entlastungs- und Pumpanlagen.
Die oberirdischen Hochwasserschutzeinrichtungen wurden durch BCE bearbeitet und die Möglichkeiten des Baues von Deichen, HW-Schutzwänden und zum Einsatz mobiler Schutzelemente untersucht.
Die Fragen zur Kanalisation und zu Hochwasserpumpwerken wurden von IBF bearbeitet. In umfassenden Modellsimulationen wurden die Kapazitäten der vorhandenen Anlagen berechnet. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zur Zusammenführung einzelner Hauptsammler wurden haltungsscharf abgebildet und in einer Variantenanalyse optimiert.
Die wirtschaftliche Lösung für die vorhandenen Regenüberläufe Mayener Straße und Andernacher Straße ist in Abbildungen 2 dargestellt. Für die Stadtteile Neuendorf und Wallersheim im nördlichen Planungsgebiet wurden ebenfalls Varianten untersucht.
Mit der Ertüchtigung der zwei vorhandenen Pumpwerke Lützel An der Bleiche und Neuendorf sowie dem Neubau der kombinierten Dränwasser- und Hochwasserpumpwerke Lützel Neuendorfer Straße und Wallersheim ist insgesamt der Betrieb von 4 Pumpwerken mit einer Gesamtförderleistung von 16 m³/s erforderlich.
Die neuen kombinierten Drän- und Hochwasserpumpwerke, die in rund 9,00 m Tiefe gründen, haben Abmessungen von rund 16,50 m x 18,50 m und 21,50 m x 18,60 m.
Der Baugrubenverbau wird als rückverankerte Spundwand und als rückverankerter Bohrpfahl bis auf den in 16 m Tiefe anstehenden Fels niedergebracht.
Die trocken aufgestellten Pumpen für Oberflächen- und Dränwasser werden jeweils aus einem separaten Pumpensumpf gespeist und fördern in eine gemeinsame Druckleitung. Die erforderlichen Schalt- und Trafoanlagen werden im Hochbauteil aufgestellt.



