Gewässerausbau

Hochwasserschutz an der Strunde

Auftraggeber:

Strundeverband

Leistungen:

Objektplanung Lph. 2 - 5

Projektdaten:

geplante Ausbaulänge: 2,1 km
Einzugsgebiet: 30 km²

Baukosten:

5,9 Mio. EUR

Leistungszeitraum:

2006 - 2008


Der Strundeverband in Bergisch Gladbach hat für das gesamte Einzugsgebiet der Strunde eine ingenieurhydrologische Untersuchung durchführen lassen. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Hochwassersicherheit im Zentrum von Bergisch-Gladbach nur gering ist. Der Hochwasserschutz soll in Anbetracht der hohen Schadenspotenziale im Planungsumfeld vordringlich verbessert werden.

Das Luftbild zeigt die Kernstadt von Bergisch Gladbach mit den vorhandenen, hier verrohrten Gewässerabschnitten in Blau. Die Verrohrung im Ortskern erstreckt sich von der Odenthaler Straße bis unterhalb des Werksgeländes der Firma m-real Zanders GmbH. Zur Erhöhung des Abflussvermögens ist in diesem Bereich mit Blick auf die vorhandenen, baulichen Gegebenheiten weitgehend nur eine Neuverrohrung möglich (rote Trasse).

Am Zulauf in die Verrohrung ist im Bereich der Odenthaler Straße bis zur Hauptstraße der Ersatz des vorhandenen Kastenprofils 2500/1400 durch ein neues, leistungsfähigeres Profil 3750/1750 für den Hochwasserabfluss in gleicher Trasse vorgesehen. Die benachbarte Freifläche wird in ein städtebauliches Sanierungskonzept einbezogen, das im Zusammenhang mit der Regionale 2010 ausgeführt wird. Die Strunde soll in einem kurzen Abschnitt hier wieder offen fließen.

Die besondere Herausforderung ist hier der Bau des o.g. Kastenprofils zur Hochwasserableitung, der unter äußerst beengten Verhältnissen mit der Wahrung des Abflusses der Strunde während der Bauzeit und der Forderung nach minimaler Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit im Umfeld der Hauptgeschäftsstraße erfolgen muss. Abbildung 2 gibt die beengten Verhältnisse wieder.

Unterhalb der Hauptstraße beginnt eine parkähnliche Grünanlage innerhalb des Stadtkerns. In diesem Abschnitt wird die Strunde offen ausgebaut, so dass die Belange des Hochwasserschutzes mit der Erlebbarkeit für die Bevölkerung und die ökologischen Gewässerfunktionen auf kurzer Strecke miteinander vereint werden können.

Die Möglichkeiten der offenen Gewässerführung enden an der 4-spurigen Umgehung des Stadtkerns, an die sich das Werksgelände m-real Zanders unmittelbar anschließt. Innerhalb des Werksgeländes wird eine neue Verrohrung DN 2800 verlegt, die in der Lage ist, den gesamten HW-Anfall aufzunehmen.

Dokumente zum Download:

Geplante Gewässertrasse innerhalb des Werksgeländes m-real Zanders

Geplante Gewässertrasse innerhalb des Werksgeländes m-real Zanders

tadtkern von Bergisch Gladbach mit dem Werk m-real Zanders und den Verrohrungen

Stadtkern von Bergisch Gladbach mit dem Werk m-real Zanders und den Verrohrungen

Strundeausbau im Bereich der Hauptgeschäftsstraße

Strundeausbau im Bereich der Hauptgeschäftsstraße

Strundeausbau im Bereich der Hauptgeschäftsstraße

Strundeausbau im Bereich der Hauptgeschäftsstraße

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