Uferverbau an der Gräfte
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Auftraggeber: |
Emschergenossenschaft |
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Leistungen: |
Objektplanung Lph. 2, 4 - 8 + § 57 |
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Projektdaten: |
Lage: Dortmund-Aplerbeck gepl. Ausbaulänge: 200 m |
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Baukosten: |
1.700.000 EUR |
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Leistungszeitraum: |
2001 - 2009 |
Die obere Emscher durchfließt die Dortmunder östlichen Außenortschaften Sölde, Aplerbeck und Hörde, bevor sie den Kernstadtbereich passiert. Die Querung der Ortslagen wurde in der Vergangenheit, als die Emscher noch als Schmutzwasserlauf fungierte, durch lange Verrohrungen hergestellt. Mit dem Umbau des Emschersytems ist zukünftig wieder die Belichtung und Erlebbarkeit des Gewässers von hoher Bedeutung.
Das verschmutzte Wasser, das früher verständlicherweise den Ortsbildcharakter negativ beeinflusste, wurde jetzt dem Gewässer entzogen und in parallele Abwasserkanäle überführt. Der rückgewonnene Reinwasserlauf erhält damit nicht nur seine ökologische Bedeutung zurück; die Wertsteigerung für das Ortsbild wird erkannt und durch die Öffnung - wo immer möglich -gefördert.
Im Ortskern von DO-Aplerbeck besteht heute ein attraktives Zentrum aus Bezirksrathaus mit großzügigem Marktplatz und der sich daran anschließenden historischen Gräfte „Haus Rodenberg“.
Die Öffnung des Emscherprofils schließt die Stadterneuerung dieses denkmalgeschützten Bereiches als „krönendes“ Element ab.
Bautechnisch stellt die Gewässeroffenlegung höchste Anforderungen an die Planung und Bauausführung. Im Bereich der Öffnung befindet sich heute noch das alte Kastenprofil. Darüber hinaus sind die Entwässerungsanlagen der umliegenden Wohnhäuser zur alten Emscher hin orientiert; hierzu ist ein gesonderter Hausanschlusskanal zum Abfangen der Einleitungen und Überführen an das Mischwassernetz erforderlich.
Der Baugrund selbst ist belastet und muss aufwändig entsorgt werden. Mit der Gräfte am Haus Rodenberg sind besondere Vorkehrungen gegen das Absinken des Gräftenspiegels zu treffen. Schließlich sind die dicht angrenzenden Grundeigentumsbelange durch umsichtige Verhandlung und Ausführung besonders zu berücksichtigen. Im Hinblick auf die Einbindung des neuen Emscherprofils in den städtebaulichen Kontext sind darüber hinaus die Belange der Bevölkerung und des Denkmalschutzes zu würdigen und bei der Wahl der Materialien und Gestaltungsdetails aus vielen Einzelabstimmungen in die Planung mit aufzunehmen.
Das Konzept der Öffnung der Emscher geht aus Lageplan und Schnitt hervor. Für die Sicherung des rechtsseitigen Privatgeländes ist der Bau einer verkleideten Bohrpfahlwand vorgesehen. Darauf aufgesetzt wird eine mit der Pfahlwand verbundene Brüstungesmauer. Die Verblendung der Wände ist durchgehend und einheitlich. Das asymmetrische Profil öffnet sich zur öffentlich zugänglichen linken Gewässerseite.
In der Gewässersohle ist unter der Substratlage der Einbau einer Packlage aus Lehm vorgesehen, die den Untergrund ausreichend gegen den Wasserdruck aus der Gräfte abdichtet.


