Gewässerausbau

Deininghauser Bach - Ökologische Verbesserung von km 0,0 bis km 3,3

Auftraggeber:

Emschergenossenschaft

Leistungen:

Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph. 1 - 9, § 57
Tragwerksplanung Lph. 1 - 6
Leistungen für Freianlagen Lph. 1 - 9

Projektdaten:

Lage: Castrop-Rauxel, Ortslage: Bladenhorst
Einzugegebietsgröße: 17,8 km²
umzugestaltende Gewässerstrecke: 3,3 km

Baukosten:

ca. 13,3 Mio. EUR

Leistungszeitraum:

2004 - 2012


Der Deininghauser Bach ist Vorfluter für die Schmutz- und Reinwasserströme im westlichen und zentralen Teil des Castrop-Rauxeler Stadtgebietes. Das Gewässer entspringt im Bereich der Ortslage Castrop-Rauxel-Schwerin und mündet nach einem Fließweg von 9,5 km in den Landwehrbach bei km 3,87.

Im hier betrachteten Entwurfsabschnitt von km 0,00 bis km 3,30 verläuft das Gewässer durch stark urbane Randbereiche. Im Verlauf der Schulstraße, zwischen Bahnhof- und Moritzstraße, ist der Deininghauser Bach auf einer Länge von 465 m verrohrt. Im Entwurfsabschnitt bestehen zudem Restriktionen aus dem stillgelegten Bergbau sowie aus Belastungen aus randlichen Industrieflächen.

Für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung bildete die Erarbeitung der leitbildorientierten Entwicklungsziele die Grundlage. Darüber hinaus waren folgende wesentliche Planungsziele zu berücksichtigen:

  • Gewährleistung des Hochwasserschutzes,
  • Ableitung des Reinwasseraufkommens aus dem gesamten Einzugsgebiet über die Fließgewässer,
  • Vermeidung einer Schädigung angrenzender Sachgüter sowie der Mobilisierung von Schadstoffen aus angrenzenden Altlasten durch Veränderungen der Grundwasserstände,
  • Aufwertung des Stadt- und Landschaftsbildes durch einen offenen, attraktiv gestalteten Bachlauf in Anpassung an das Gewässerumfeld,
  • Verbesserung der siedlungsnahen und regionalen Erholungsmöglichkeiten durch eine naturverträgliche Erschließung des Gewässers sowie die Verknüpfung der Gewässerlandschaft mit der Umgebung.

Schwerpunkt der Planungen war die Offenlegung des Deininghauser Baches im Verlauf der Schulstraße. Die Offenlegung wird auf den heute vorhandenen Verkehrsflächen im Trogprofil erfolgen (s.a. Gestaltungsperspektive Schulstraße).

Die erforderlichen Planungen zur Umgestaltung des Straßenraumes wurden im Auftrag der Stadt Castrop-Rauxel ebenfalls vom Ingenieurbüro Fischer erstellt. Mit der geplanten parallelen Umgestaltung von Gewässer und Straßenraum können Synergieeffekte genutzt werden. An der Einmündung der Kunostraße wird die Straßenanbindung durch den Bau des Trogprofils unterbrochen.

Der gewonnene Platz wird für die Einrichtung eines Treffpunktes für die Anwohner genutzt. Die Gestaltung mit Sitzstufen ermöglicht einen besseren Einblick in das Gewässerprofil an dieser Stelle.

Der Planfeststellungsbeschluss nach §31 WHG wurde durch die UWB Recklinghausen im September 2007 ausgestellt. Die Bauarbeiten in der Schulstraße beginnen voraussichtlich Mitte 2008. Mit Fertigstellung der Arbeiten in der Schulstraße ist 2012 zu rechnen.

Dokumente zum Download:

Heutige Situation an der Schulstraße

Heutige Situation an der Schulstraße

Ausschnitt Treffpunkt Kunostraße

Ausschnitt Treffpunkt Kunostraße

Profilaufweitung und Böschungsabflachung

Profilaufweitung und Böschungsabflachung

Planung am Übergang in das offene Trogprofil in der Bahnhofstraße

Planung am Übergang in das offene Trogprofil in der Bahnhofstraße

Gestaltungsperspektive an der Schulstraße

Gestaltungsperspektive an der Schulstraße

Gestaltungsperspektive Treffpunkt Kunostraße

Gestaltungsperspektive Treffpunkt Kunostraße

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