Ausbau des Loemühlenbaches in Marl
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Auftraggeber: |
Stadt Marl |
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Leistungsphasen: |
Ausführungsplanung |
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Lage: |
Marl |
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Bodenbewegungen: |
rd. 50.000 m³ |
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Brückenspannweite: |
12 m |
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Baukosten: |
2.74 Mio. € |
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Zeitraum: |
2002 - 2004 |
Der Loemühlenbach durchfloss das Ortszentrum von Marl-Hüls in Form eines schmalen Durchlasses; unmittelbar oberhalb des Durchlasses münden 2 Nebengewässer ein, so dass in der Vergangenheit Hochwasserschäden zu beklagen waren. Bereits Ende der 80iger Jahre wurde ein weitläufiges Umflutkonzept entwickelt, das in 2002/04 an die heute geltenden ökologischen Anforderungen angepasst wurde.
Der rund 2 km lange Planungsbereich sowie die Planungslösung sind aus dem Lageplan (Abb. 4) ersichtlich. Gegenstand der Ausführung und Bauausführung waren:
- der Bau einer 12 m gespundeten Brücke in einer der Hauptverbindungsstraßen der Stadt (s. Abb. 1)
- die Verlegung und Neuordnung einer Hauptwasserleitung DN 800 innerhalb des Brückenbauwerks
- die verkehrstechnischen Hilfsmaßnahmen
- die Herstellung und Gestaltung des neues Gewässerbettes mit rund 40.000 m3 Bodenaushub und rund 10.000 m3 Altlastentsorgung
Da die Maßnahme in 2 getrennte Baulose unterteilt war und baubegleitend die Erschließung eines benachbarten Wohngebietes mit 2 neuen Brücken und einer Haupterschließungsstraße durchgeführt werden musste, war eine durchgeplante und abgestimmte Baustellenlogistik erforderlich.
Zur Unterquerung der Hauptverbindungsstraße war im Einmündungsbereich eines Nebenlaufes eine Sohlgleite mit einem Höhenunterschied von 1,2 m zu überwinden. Die Sohlgleiten wurden mit 1 : 30 sehr flach ausgebildet und so aufgeweitet (s. Abb. 3), dass auch Hochwasserabflüsse schadensfrei abgeführt werden können. Die Verzweigung des Abflusses in unterschiedliche Gewässerarme steigert die Strukturvielfalt. Der schattenspendende Gehölzbewuchs ist (noch offenes) letztes Element der Gewässerumgestaltung.





