Naturnaher Gewässerausbau
Beim naturnahen Gewässerausbau berücksichtigen wir bereits in der Planungsphase eine spätere natürliche Entwicklung des Gewässers. In Anlehnung an eine möglichst natürliche Gewässermorphologie werden Anfangszustände initiiert, die durch die Eigendynamik selbst fortgeführt werden.
Die baulichen Eingriffe werden bewusst auf ein Mindestmaß begrenzt. Nur an gefährdeten Stellen werden die technischen Maßnahmen detailliert festgelegt. Das Planungsziel ist erreicht, wenn Wasserführung, Hochwasserstand, Erosionsverhalten, Profilgestaltung und Gewässerstruktur in Einklang stehen.
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Im städtischen Raum wird die natürliche Gewässerentwicklung oft durch die begrenzten Platzverhältnisse eingeschränkt. Trotzdem kann das Gewässer ökologisch sinnvoll und optisch ansprechend umgestaltet werden.
Brücken und Durchlässe sind für die urbane Infrastruktur unerlässlich. Die ökologische Durchgängigkeit der Gewässer wird an diesen Schnittstellen gestört. Neben dem Lichteinfall auf die Gewässersohle spielt das Substrat im Durchlass eine wichtige Rolle für die Wanderbewegungen der Organismen.
Ein Beispiel für den nachträglichen Einbau von natürlichem Sohlsubstrat zeigt die Abbildung. Zusätzlich minimieren wir die störenden Einflüsse durch eine angepasste Profilgestaltung.


