Abwasser - Ableitung

RKB / RRB Cederwaldstraße in Bergisch Gladbach

Auftraggeber:

Stadt Bergisch Gladbach, Abwasserwerk

Leistungen:

Objektplanung Lph. 1 - 9
Tragwerksplanung Lph. 1 - 2
Techn. Ausrüstung Lph. 1 - 9

Projektdaten:

RKB mit 773 m³ als Betonbecken
RRB mit 11.200 m³ als Betonbecken
430 m Zulaufsammler DN 1400
170 m Ableitungssammler 2,0/2,0 m
7 Schachtbauwerke

Baukosten:

ca. 6,35 Mio. EUR

Leistungszeitraum:

2003 - 2007

 
Das Niederschlagswasser aus dem Einzugsgebiet der Einleitstelle A 121 im Stadtgebiet Bergisch Gladbach wird heute ohne Regenklärung und Rückhaltung über mehrere Einleitungsstellen in den Hebborner Flutgraben eingeleitet, der an der Cederwaldstraße in die Strunde mündet.

Durch die Anforderungen des BWK Merkblattes 3 sowie des novellierten Runderlasses „Anforderungen an die Niederschlagswasserentwässerung im Trennverfahren“ des MUNLV NRW müssen für das Einzugsgebiet der Einleitstelle A 121 eine Niederschlagswasserbehandlung und -rückhaltung geplant werden.

Nach einer Standortuntersuchung und mehreren Abstim-mungsgesprächen mit den Aufsichtsbehörden wurde letztlich entschieden, ein kombiniertes RKB/RRB als unterirdisches Betonbecken auf der Grünanlage an der Hauptstraße zu errichten.

Dabei wird das RKB als nicht ständig gefülltes Becken mit ständigem Abfluss ins Schmutzwassernetz geplant. Grundlage für die Bemessung war die mit dem „Hydraulischen und stofflichen Nachweis sowie Maßnahmenkonzeption für die Einleitungen im Stadtgebiet Bergisch Gladbach“ durchgeführte Klassifizierung der Flächen hinsichtlich ihrer Belastungen gemäß dem Runderlass. Für das RKB ergibt sich hiernach ein erforderliches Beckenvolumen von 773 m³.

Für das RRB können an dem gewählten Standort unter Aus-nutzung der gesamten Grundstücksfläche maximal 11.200 m³ geschaffen werden. Die Drosselabgabe ergibt sich nach dem Niederschlag-Abfluss-Modell der Strunde zu 930 l/s. Über eine magnetisch-induktive Durchflussmessung (MID) wird die Drosselabgabe auf konstantem Niveau gehalten.

Im Zusammenhang mit dem RKB/RRB Cederwaldstraße ist ein neuer Zulaufsammler vom Driescher Kreuz über die Kalkstraße und Dechant-Müller-Straße zum Standort des RKB/RRB vorgesehen, der den hydraulisch überlasteten Regenwasserkanal in der Hauptstraße entlasten soll. Für die Ableitung der Drossel- und Entlastungswassermengen aus dem RKB/RRB ist zudem ein neuer Ableitungssammler zur Strunde geplant.

Baubegleitend erfolgt die notwendige Sicherheits- und Gesundheitskoordination gemäß Baustellenverordnung durch eine gesonderte Fachkraft unseres Büros.

Die Verlegung und Koordinierung aller Versorgungsleitungen mit dem oben beschriebenen Entwässerungssystem erforderte eine aufwendige und sorgfältige Abstimmung im Detail und vor Ort mit allen Beteiligten. Dank einer erfahrenen und dauernd vor Ort präsenten Bauleitung konnten die Probleme, die durch das neue Entwässerungssystem entstehen, gelöst werden.

Problematisch gestaltete sich die Ableitung des Regenwassers während der Bauzeit. Aus diesem Grunde entschloss sich der Bauträger, die Mulden-Rigolen-Systeme vor Fertigstellung des Hochbaus bereits auszubauen. Hier muss im Nachhinein damit gerechnet werden, dass ein Teil der Muldenanlagen erneuert werden muss. Die Erschließung ist zwischenzeitlich komplett abgeschlossen.

Dokumente zum Download:

Grünanlage als Standort

Grünanlage als Standort

Lageplan RKB/RRB Cederwaldstraße

Lageplan RKB/RRB Cederwaldstraße

Einzugsgebiet RKB/RRB Cederwaldstraße

Einzugsgebiet RKB/RRB Cederwaldstraße

Seitenanfang Ι Druckversion Ι Sitemap Ι Kontaktformular  Ι Impressum Ι english