Hydraulische Kanalnetzberechnung Iserlohn
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Auftraggeber: |
Stadt Iserlohn |
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Leistungen: |
Generalentwässerungsplanung (AEK, ist: 100,0 ha) |
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Projektdaten: |
EZG: Iserlohn Gerlingsen / Hombruch |
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Leistungszeitraum: |
2007 |
Die Einleitungserlaubnisse für die im Einzugsgebiet der Stadtteile Gerlingsen und Hombruch liegenden 5 Regenüberläufe der Stadt Iserlohn müssen bis 2008 neu aufgestellt werden. Das Ingenieurbüro Fischer wurde mit der hydraulischen Berechung und dem Nachweis des Kanalnetzes für das Einzugsgebiet der 5 Regenüberläufe beauftragt. Ziel ist es, die Anzahl der Regenüberläufe unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Kanalnetz auf ein Minimum zu reduzieren. Hierzu wurden die Entlastungen aus den Bauwerken in die vorhandenen Gewässer gemäß BWK Merkblatt M3 erfasst und beurteilt.
Grundlage der hydrodynamischen Kanalnetzberechnung war eine umfangreiche Datenerhebung. Die maßgeblichen Kanaldaten wurden geprüft, die Regenüberläufe teilweise vor Ort aufgemessen. Die Einzugsgebiete wurden nach Ortsbegehungen haltungsweise abgegrenzt und mit den zur Verfügung gestellten Überfliegungsdaten mithilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) verschnitten. Weiterhin wurden die relevanten Daten wie Einwohner, Prognoseflächen, Wassergroßverbraucher etc. erfasst. Der bauliche Zustand des Kanalnetzes wurde ebenfalls berücksichtigt. Am Netzende ist die Planung eines Stauraumkanals des Ruhrverbandes zu berücksichtigen.
Mit den erhobenen Daten wurden Berechnungsdatensätze für eine hydrodynamische Kanalnetzberechnung (Hystem-Extran) für den Ist-Zustand, den Prognosezustand und den Sanierungs-Zustand mit folgenden Zielen erstellt:
- Nachweis der hydraulischen Leistungsfähigkeit der vorhandenen Kanalisation
- Variantenuntersuchung und Optimierung der 5 Regenüberläufe
- Sanierung des Kanalnetzes zur Einhaltung einer 3-jährigen Überstaufreiheit
- Sanierung des Kanalnetzes unter Berücksichtigung des baulichen Zustands
- Nachweis eines ausreichenden Überflutungsschutzes für Wohngebiete (Jährlichkeit T=20a) bzw. Gewerbegebiete (Jährlichkeit T=30a).
Die Berechung für den Ist-Zustand mit einem 3-jährigen KOSTRA-Modellregen zeigte einen Überstau an 23 Schächten im Kanalnetz. Auf dieser Grundlage wurden für den Planungszustand 6 Sanierungsvarianten untersucht. Die hydraulischen Engpässe im Kanalnetz wurden saniert. Für alle Varianten wurden Kostenschätzungen aufgestellt. Die Kosten differierten zwischen 1,0 Mio. und 2,4 Mio. Euro.
Gemeinsam mit der Stadt Iserlohn und den Genehmigungsbehörden wurden die Varianten bewertet und eine Vorzugsvariante ausgewählt.


