Regenwasser

Erschließung BP 228 Berrenrather Straße in Hürth

Auftraggeber:

Erschließung BP 228 Berrenrather Straße in Hürth

Leistungsphasen:

1 - 9 + örtliche Bauüberwachung

Baukosten:

ca. 2.200.000,- €

Leistungszeitraum:

2000 - 2004

Größe:

ca. 7,5 ha

Leistungsumfang:

Entwässerungskonzept
Entwurfs- und Ausführungsplanung
Straßenausbau und -beleuchtung
dezentrale Versickerungsmulden (Gesamtvolumen ca. 975 m³)
Niederschlagswasserableitung über offene Rinnen
hydrologische Langzeitsimulation


Mit dem Bebauungsplan Nr. 228 wurde in Hürth-Efferen eine ca. 7,5 ha große Fläche für Wohnbebauung erschlossen. Der Schwerpunkt des mit der Aufstellung des Bebauungsplans erarbeiteten Entwässerungskonzeptes lag in der Regenwasserbewirtschaftung. Hierzu weist der Bebauungsplan einen zentralen Grünzug aus, der ausreichenden Platz zur Anlage von dezentralen Versickerungsmulden bietet.

Mit Ausnahme der Bebauung an der östlichen Grenze, die im Mischverfahren entwässert, erfolgt die Entwässerung des Plangebietes im Trennverfahren. Das Schmutzwasser wird in der Schmutzwasserkanalisation gesammelt, die im öffentlichen Verkehrsraum verlegt wird und an der südlichen Grenze an die vorhandenen Hauptsammler in der Lortzingstraße anbindet.

Auf die Verlegung einer Regenwasserkanalisation wurde verzichtet. Stattdessen wird das Niederschlagswasser oberflächennah über offene Rinnen oder Gräben abgeleitet. Die oberflächennahe Ableitung des Niederschlagswassers setzt eine entsprechende Modellierung des Geländes voraus, die in der Planung der Verkehrsflächen und der Frei- und Grünflächen konsequent umgesetzt worden ist.

Zur oberflächennahen Ableitung wurden in allen Nebenerschließungsstraßen, einem Teilstück der Haupterschliessungsstraße und den Fußwegen offene Pflasterrinnen eingebaut. Die dezentralen Versickerungsmulden sind über ein Grabensystem miteinander verbunden.

Über ein hinreichendes Längsgefälle der einzelnen Straßenabschnitte wird gewährleistet, dass in den Rinnen gesammeltes Niederschlagswasser zu den Versickerungsmulden ablaufen kann. Alle Rinnen sind zur Ableitung eines zweijährigen Regenereignisses bemessen. Außerdem sind die Querschnitte der Straßen und Wege so ausgelegt, dass der Wasserspiegel auch bei Starkregenereignissen (zehnjährlich) innerhalb der seitlichen Einfassungen abfließt, ohne die angrenzenden Grundstücke zu überfluten.

Dokumente zum Download:

Bebauungsplan BPL 228 "Berrenrather Straße"

Pflasterrinne am Zulauf einer Versickerungsmulde

Versickerungsmulde und Wasserspielbereich

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