Abwasser - Ableitung

Roßbach, Bau von 2 RKB / RRB

Auftraggeber:

Emschergenossenschaft

Leistungsphasen:

Vorplanung, Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe, Bauoberleitung, Örtliche Bauüberwachung,
Tragwerksplanung

Lage:

Dortmund-Marten

Zeitraum:

2002-2005

 
Der Umbau des Roßbaches ist eine Teilmaßnahme innerhalb des Umbaus des gesamten Emschersystems.

Ein erster Schritt hierzu ist die Entflechtung und Neuorientierung der Entwässerungssysteme. Mit dem Bau von Abfangsammlern und Regenwasserbehandlungsanlagen sollen alle heutigen Abwassereinleitungen in den Roßbach beseitigt werden. Die klärpflichtigen Wassermengen werden der Kläranlage Dortmund-Deusen zugeführt.

Das Oberflächenwasser von Teilabschnitten der Autobahnen A 45 und OWIIIa wird zurzeit unbehandelt über fünf Einleitungsstellen in den Roßbach eingeleitet.

Die Planung sieht vor, diese fünf Einleitungsstellen zusammenzufassen, über zwei Regenklärbecken im Dauerstau (RKB) vorzubehandeln und über jeweils ein Regenrückhaltebecken (RRB) gedrosselt dem Rossbach zuzuführen.
Die RKB werden als offenes rechteckiges Stahlbetonbecken, die RRB als Erdbecken ausgeführt. Die Leichtflüssigkeiten werden in den RKB zurückgehalten und gelangen nicht in die RRB.

Die Regenklärbecken wurden nach den Anforderungen an die öffentliche Niederschlagsentwässerung im Trennsystem laut Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen sowie in Anlehnung an die RiStWag bemessen. Der Dimensionierung der RKB wird ein rkrit = 15 l/(s*ha) zu Grunde gelegt.
Die Regenrückhaltebecken wurden gemäß ATV Arbeitsblatt 117 -Langzeitsimulation- bemessen. Die Drosselwassermengen betragen Qd = 30 l/s und Qd = 85 l/s. Die erforderlichen Volumina der RRB wurden zu V = 550 m³ und V = 1.420 m³ ermittelt. Die RRB wurden mit einer Überschreitungshäufigkeit von Tn = 2 Jahren über das bestehende Niederschlagsabflussmodell des Roßbaches dimensioniert.

Die Drosselwassermengen wurden zusätzlich hinsichtlich der Anforderungen des detaillierten hydraulischen Nachweises nach BWK-M3 überprüft. Mit den festgelegten Randbedingungen können die bisher geführten Nachweise eingehalten werden.

Die Zuleitungskanäle zu den RKB werden mittels Rohrvortrieb zur Kreuzung der Autobahnen als DN 1400 verlegt. Insgesamt werden ca. 640 m Kanal gebaut.

Dokumente zum Download:

Lageplan

Grundriss RKB 1

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