RKB / RRB Bergische Landstraße
Auftraggeber: | Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf |
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Leistungen: | Objektplanung Lph. 1 - 4 |
Besondere Leistung: | Hydrodynamische Kanalnetzberechnung |
Projektdaten: | umbauter Raum: 10.200 m³ |
Baukosten: | 4,2 Mio. EUR |
Leistungszeitraum: | 2004 - 2007 |
Das Einzugsgebiet der geplanten Beckenanlage Bergische Landstraße in Düsseldorf-Gerresheim setzt sich aus zwei derzeit getrennten Teileinzugsgebieten zusammen, die im Trennverfahren entwässern. Die Gesamteinzugsgebietsfläche der geplanten Beckenanlage beträgt für den Prognose-Zustand 37,3 ha. Das Niederschlagswasser wird derzeit direkt, ohne vorherige Behandlung und ohne Drosselung an der Bergischen Landstraße in den Pillebach (linkes und rechtes Ufer) abgeleitet. Dies entspricht nicht dem Stand der Technik. Das Regenwasserbewirtschaftungskonzept für den Ortsteil Gerresheim sieht daher an der Bergischen Landstraße den Bau eines Regenklär- und -rückhaltebeckens vor.
Nach den als Vorabzug vorliegenden Ergebnissen des detaillierten hydraulischen BWK-M3-Nachweises für den Pillebach ist an der Bergischen Landstraße eine Rückhaltung mit einem maximalen Drosselabfluss in den Pillebach von 40 l/s erforderlich.
Um Reserven für unterhalb liegende Einleitungen zu schaffen, wurde der Drosselabfluss der geplanten Beckenanlage Bergische Landstraße in den Pillebach vom Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf mit 23 l/s vorgegeben. Damit ergibt sich für eine Entlastungshäufigkeit von n = 0,5 a-1 ein erforderliches Rückhaltevolumen von 2.300 m³ bei einem anrechenbarem Volumen des Zulaufsammlers von ca. 400 m³.
Für die Niederschlagswasserbehandlung ist ein nicht ständig gefülltes Regenklärbecken (Durchlaufbecken) mit ständigem Drosselabfluss vorgesehen. Der Drosselabfluss des Regenklärbeckens von ca. 15 l/s wird über die Schmutz- und Mischwasserkanalisation zur Kläranlage Düsseldorf-Süd abgeleitet. Das Regenklärbecken wurde entsprechend dem RdErl. des MUNLV „Anforderungen an die Niederschlagsentwässerung im Trennverfahren“ dimensioniert.
Aufgrund der Tiefenlage muss der Drosselabfluss des RKB zum Schmutzwasserkanal gepumpt werden. Der Drosselabfluss und der Beckenüberlauf werden im freien Gefälle abgeleitet. Zur Regelung des Drosselabflusses ist ein mechanisch arbeitender Abflussbegrenzer vorgesehen. Der Abfluss aus dem RRB erfolgt über einen Ablaufsammler DN 700 in den ca. 35 m westlich des Beckenstandortes fließenden Pillebach.
Die Steuerung der gesamten Anlage wird in dem oberirdisch angeordneten Freiluftschrank vorgenommen.
Für die Überleitung des Regenwassers zum Beckenstandort auf einer Spielplatzfläche in einem Waldstück zwischen Bergischer Landstraße und Pillebach ist der Bau eines neuen Zulaufsammlers DN 1400 zwischen Gräulinger Straße und Beckenstandort vorgesehen. Dabei ist eine Unterquerung des Pillebaches erforderlich, um den Regenwasserabfluss aus dem Teileinzugsgebiet westlich des Pillebaches zur geplanten Beckenanlage überzuleiten. Es ist vorgesehen, den Zulaufsammler im Vortrieb herzustellen.
Für den Anschluss an den neuen Zulaufsammler und auf-grund vorhandener baulicher Schäden ist darüber hinaus eine Neuordnung der Kanäle im Kreuzungsbereich Bergische Landstraße / Gräulinger Straße / Ratinger Weg vorgesehen.
Der Beckenstandort liegt im Landschaftsschutzgebiet. Mit der Entwurfsplanung für die Beckenanlage wird daher ein landschaftspflegerischer Begleitplan aufgestellt. Nach Fertigstellung der Beckenanlage wird die Spielplatzfläche wieder hergestellt. Dabei soll eine möglichst große Freifläche verbleiben. Freiluftschrank und Montageöffnungen bleiben auf einer Teilfläche parallel zur Bergischen Landstraße beschränkt.



