Regenrückhaltebecken Haager Weg / Am Birkenbruch
Auftraggeber: | Stadt Bonn |
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Leistungen: | Objektplanung Lph: 1 - 7, § 57 |
Projektdaten: | 128 m Mischwasserkanal DN 500 |
Weitere Angaben: | Schmutz- und Regenwasserkanalisation |
Baukosten: | ca. 1,2 Mio. € |
Leistungszeitraum: | 2006 - 2007 |
Der bereichsweise massive Überstau im Stadtteil Bonn-Ippendorf veranlasste die Bundesstadt Bonn, die bestehende MW-Kanalisation in den Straßen Haager Weg und Am Birkenbruch hydraulisch zu sanieren. Um künftig ein ausreichendes Rückhaltevolumen bereitzustellen, wurde das bestehende RRB Saalestraße durch den Neubau weiterer Kanalstauräume von bisher 275 m³ auf das notwendige Gesamtvolumen von 950 m³ vergrößert. Der MW-Abfluss des rund 20 ha großen Einzugsgebietes wird durch ein gemeinsames Drosselbauwerk auf QD = 445 l/s begrenzt.
Die Abflussbegrenzung erfolgt mechanisch durch die Drosselarmatur „Hydroslide“ der Fa. Steinhardt. Durch die Begrenzung des MW-Abflusses wird die weiterführende MW-Kanalisation vor hydraulischen Überlastungen bis zu einer Überstauhäufigkeit von n = 0,1 (ein Mal in 10 Jahren) geschützt.
Bei der detaillierten Planung wurden 3 Teilabschnitte unterschieden, die durch die nachstehend aufgeführten teil-Baumaßnahmen gekennzeichnet sind:
Teilabschnitt 1:
Hydraulische Sanierung in der Straße „Am Birkenbruch“. Auswechslung des bestehenden MW-Kanals, aus Betonrohren DN 300 gegen DN 500 auf 128 m Länge.
Teilabschnitt 2:
Neubau eines Kanalstauraumes in der Straße „Am Birkenbruch“ aus Stahlbetonrohrkanälen DN 1400 bis DN 1600 einschließlich Trockenwetterrinne L = 161 m, V = 267 m³.
Teilabschnitt 3:
Neubau eines Kanalstauraumes im Haager Weg. Das anteilige Retentionsvolumen von 408 m³ wird über Stahlbetonrechteckprofile B x H = 3.000 x 2.000 mm (Kasten 3000/2000 SB) bereitgestellt. Zur Ableitung des Trockenwetterabflusses wird eine Rinne DN 500 in den Rechteckprofilen vorgesehen.
Die einzelnen Stauraumkanäle und das vorhandene RRB Saalestraße werden über Verbindungsbauwerke zusammengeführt. Im Einmündungsbereich Saalestraße / Haager Weg wurde eine seitliche Beckenentlastung im Verbindungsbauwerk angeordnet.
Bei Überschreitung des Beckenstauziels wird das überfallende Mischwasser in einen seitlich verlaufenden Entlastungskanal aus Betonrohren DN 400 abgeschlagen. Dieser leitet das entlastete Mischwasser hinter dem Drosselbauwerk in die bestehende MW-Kanalisation im Haager Weg ein.
Bauausführung
Die Herstellung der Bauwerke und Kanäle erfolgt in offener Bauweise. Ein besonderes Augenmerk war auf die Aufrechterhaltung des öffentlichen Straßenverkehrs einschließlich des Linienbusverkehrs zu legen. Um die Ausdehnung der Baugruben zu minimieren und um die Bauzeit zu verkürzen, wurde für die Mischwasserhaltung und Mischwasserumleitung eine Heberleitung DN 600 parallel außerhalb des Verkehrsraumes angeordnet. Der abzuleitende MW-Abfluss musste so während der Bauphase nicht durch die Baugruben geführt zu werden.



