Neue Wege bei der Lokalisierung und Behebung von Fremdwasser
Auftraggeber: | Stadt Leichlingen, Städtischer Abwasserbetrieb |
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Ansprechparter: | Ralf Ostermann |
Die Stadt Leichlingen – vertreten durch den Städtischen Abwasserbetrieb beabsichtigt im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes (F+E) die modellgestützte Lokalisierung und Beseitigung von Fremdwasserquellen in Schmutzwasserkanälen beispielhaft am Einzugsgebiet des Weltersbachsammlers zu untersuchen. Hierzu wurde im November 2004 ein Projektantrag gestellt, der nun vom MUNLV und der Bezirksregierung Köln bewilligt wurde. Die Ingenieurleistungen zu dem Projekt werden federführend von unserem Büro erbracht.
Das beantragte Vorhaben verfolgt zwei Ziele:
1. Steigerung der Zeit- und Kosteneffizienz bei der Ortung von Fremdwasserquellen (möglichst wenig Messungen für möglichst kurze Zeiträume)
2. Gewährleistung einer schadfreien und technisch-wirtschaftlich günstigen planerischen Lösung bei der Beseitigung von Fremdwasserquellen
Hierzu soll unter Verwendung auf dem Markt befindlicher Software ein mathematisches Modellsystem aufgebaut werden, das die wesentlichen Prozesse im ober- und unterirdischen Einzugsgebiet (EZG) eines Kanalsystems nachbildet und daher als Entscheidungs- und Planungshilfsmittel nutzbar ist.
Dieses Modellsystem wird aus folgenden, miteinander verknüpften Komponenten aufgebaut:
- unterirdisches Entwässerungssystem (Kanalisation und Dränage)
- oberirdisches Entwässerungssystem im EZG des unterirdischen Entwässerungssystems (Fließgewässer / temporär wasserführende Gräben / Seen / temporär benetzte Geländemulden)
- Boden- und Grundwasserspeicher im EZG des unterirdischen Entwässerungssystems
Mit den o. g. Zielen soll die zu bearbeitende Aufgabenstellung in drei Phasen gegliedert werden:
- Modellgestützte Lokalisierung von Fremdwasserquellen
- Modellgestützte Planung von Maßnahmen zur Beseitigung von Fremdwasserquellen und bauliche Umsetzung exemplarischer Maßnahmen
- Monitoring zur Überprüfung der Wirkungen der exemplarischen Maßnahmen
Von den drei Modellphasen wurde zunächst nur die finanzielle Förderung der Phase 1 „Modellgestützte Lokalisierung“ beantragt. Sie lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt hinsichtlich der erforderlichen Arbeitsschritte, des Zeitaufwandes und der damit verbundenen Kosten vergleichsweise genau kalkulieren.
Die Phasen 2 und 3 können erst nach Vorliegen der Ergebnisse aus Phase 1 konkretisiert und hinsichtlich des Zeit- und Kostenaufwandes detaillierter angegeben werden.
Die Projektbearbeitung wird durch verschieden Aufsichtsbehörden und Städte begleitet. Damit soll bereits im Projekt ein Bezug zu Praxiserfahrungen vergleichbarer Problemgebiete geschaffen werden.